Hafermilch bei Durchfall: Anwendung und Nutzen

von wunderbar4457
Hafermilch

Wer Durchfall hat, kann diesen mit Hafermilch, aber auch Haferschleim beruhigen und zurückdrängen. Haferschleim lässt sich mit Haferflocken und Kuhmilch zubereiten, doch gerade Personen mit Laktoseintoleranz sollten gänzlich auf Milch vom Tier verzichten und gleich auf die pflanzliche Hafermilch setzen.

Hafermilch ist eine pflanzliche Milchalternative aus Haferschrot, der so lange gemalen und mit Wasser versetzt wird, bis eine cremige (milchige) Flüssigkeit entsteht. Veganer und Menschen mit Laktoseintoleranz bevorzugen diese Alternative zur Kuhmilch. Hafermilch schmeckt dezent nach Hafer. Sie ist weniger süß als andere pflanzliche Milchalternativen wie Mandel-, Kokos- oder Reismilch. Dadurch ist sie vielseitig einsetzbar und passt in den Kaffee so gut wie ins Müsli oder in den Smoothie. Selbstverständlich schmeckt sie auch pur. Sie lässt sich sogar aufschäumen, allerdings funktioniert das nicht bei allen Hafermilchsorten gleich gut.

Warum wirkt Hafermilch bei Durchfall?

Hafer enthält neben dem wertvollen Ballast viele weitere Inhaltsstoffe, welche den Darm beruhigen. Es ist unter anderem Beta-Glucan enthalten, das nebenher positiv den Cholesterinspiegel beeinflusst. Die Präbiotika begünstigen die Darmflora, die bei einer Durchfallerkrankung gestört ist. Sie stärken außerdem das Immunsystem, was gegen Durchfall hilft, wenn dessen Ursache eine Erkältung ist. Außerdem wirken sie entzündungshemmend. Wenn Hafermilch erhitzt wird, verbindet sich das enthaltene Beta-Glucan mit den Schleimstoffen im Hafer, wodurch die Magenschleimhaut geglättet und beruhigt wird. Das lindert allmählich den Durchfall. Generell ist Hafer eine empfohlene Schonkost gegen Durchfall.

Die Hafermilch liefert außerdem viel Flüssigkeit (mehr als Haferbrei), die bei Durchfall besonders wichtig ist. Darüber hinaus enthält Hafer Vitamin B1, Eisen, Magnesium und Zink, was den Nährstoffmangel durch den Flüssigkeitsverlust bei Durchfall wieder ausgleicht. Die Stärke im Hafer ist leicht verdaulich, die enthaltenen pflanzlichen Fette gelten als hochwertig. Nicht zuletzt ist Hafer ein guter Eiweißlieferant und dabei glutenfrei. Hafermilch ist gluten- und laktosefrei.

milch aus hafer

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Welche Gefahren durch Durchfall lindert die Hafermilch?

Durchfall ist nicht so harmlos, wie manche Menschen glauben. Seine Gefahren sind vielfältig:

  • Flüssigkeitsverlust: Durch Durchfall verliert der Körper sehr viel Wasser. Das führt schlimmstenfalls zur gefährlichen Dehydrierung. Trinken wird daher bei einer Durchfallerkrankung immer empfohlen. Hafermilch ist wiederum als Getränk deshalb so gut geeignet, weil sie eine Haferschleimschicht auf die Mageninnenwand legt und dadurch die aufgenommene Flüssigkeit nicht umgehend in den Darm gespült wird, wie es bei reinem Wasser der Fall ist. Dieses kann unter Umständen den Durchfall noch verstärken.
  • Vitamin- und Mineralverlust: Der Verlust an Vitaminen und Mineralien ist die zweite große Gefahr bei Durchfall. Unser Körper benötigt diese allein schon für ein stabiles Immunsystem, das bei Durchfall geschwächt sein könnte, wenn beispielsweise eine Erkältung dessen Ursache ist. Hafermilch liefert diese Vitamine und Mineralien.
  • Vermeiden einer Laktosereaktion: Manche Menschen sind laktoseintolerant und wissen es noch nicht. Das kann sich in gelegentlichen Durchfällen äußern. Dass Haferbrei als Schonkost bei Durchfall gut geeignet ist, gehört zur Allgemeinbildung. Wer diesen aber mit Kuhmilch zubereitet, verstärkt damit die Laktosereaktion, welche eigentlich den Durchfall ausgelöst hat. Mit der pflanzlichen Hafermilch kann das nicht passieren.

Zubereitung von Haferschleim mit Hafermilch

Nichts spricht dagegen, bei Durchfall Haferschleim zuzubereiten und als Kuhmilchalternative Hafermilch zu verwenden. Es gibt viele Rezepte hierfür. Unter anderem lassen sich Haferflocken mit geriebenen Äpfeln oder zerdrückten Bananestückchen kombinieren, denn diese beiden Obstsorten wirken ebenfalls dem Durchfall entgegen. Auch gekochte Möhren passen zu Haferschleim. Zum Rezept gehören für eine Portion:

  • 50 g oder zwei Esslöffel Haferflocken
  • als Flüssigkeit am besten 250 ml Hafermilch, wenn es keine Kuhmilch sein soll
  • Salz und/oder Brühwürze
  • wenig Honig oder Sirup (höchstens zwei Teelöffel)
  • etwas Zimt
  • geriebene Apfel- oder gedrückte Bananenstückchen

Die Haferflocken werden mit wenig Salz und Honig oder Sirup in der Hafermilch aufgekocht. Dabei ist es wichtig, gelegentlich umzurühren, aber nicht so wichtig wie bei der Verwendung von Kuhmilch: Hafermilch brennt nicht an. Der Brei soll nach dem Kochen drei Minuten ziehen. Auch eine Haferschleimsuppe (Porridge) hilft gegen Durchfall. Sie darf aber nicht stark gewürzt werden, denn das reizt die Magenschleimhaut.

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