Gastbeitrag von Diana: über das Gedichteschreiben um besser mit Depression und Angst umzugehen

Heute habe ich einen Gastbeitrag von Diana für euch! Sie erzählt von einer ihrer Möglichkeiten mit Depression und Angst umzugehen. Und zwar schreibt Diana Gedichte um ihre Gefühle und Gedanken greifbarer zu machen.

Ich bin Diana Krsteski, Diplom Pädagogin und ich schreibe auf gluecklichgesund.net sowie in meinem Buch als selbst Betroffene darüber, wie man trotz Depression und Angst „Ja“ zu einem lebendigen und erfüllten Leben sagen kann. 2017 ereilte mich im Zuge der Scheidung von meinem damaligen Mann die zweite schwere Krise in meinem Leben, die ich dazu nutzen konnte, um bis dahin abgespaltene traumatische Themen liebevoll in mein Leben zu integrieren. Was ich in dieser Zeit als Mittel zur Verarbeitung von Gedanken und Gefühlen für mich neu entdeckt habe, war das Schreiben von Gedichten. Ich schrieb einige dieser wunderbaren Seelengebete, wie ich sie nenne, und konnte mir dadurch ein gutes Stück Heilung erwirken.

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Die Dankbarkeit, herkömmliche Tipps hierfür, meine Erfahrungen dazu und was für mich passender ist

Als ich 2013 im tiefsten meiner bisherigen Tiefs feststeckte, bekam ich von meinem damaligen Therapeuten den Tipp, ich solle mich abends hinsetzen und drei Dinge des Tages aufschreiben, für die ich dankbar bin. Das solle mir helfen, meine Sichtweise auf die positiven Seiten meines Alltages zu lenken. Dieses Dankbarkeitstagebuch, wie es häufig auch genannt wird, wird gerne in Bezug auf Depressionen oder ähnliche psychische Erkrankungen genannt, um die Sichtweise vom Negativen zum Positiven zu lenken. In den letzten Jahren habe ich häufig hiervon gelesen oder gehört. Für viele Menschen ist das durchaus sehr hilfreich und sie empfehlen es aus eigener Erfahrung gerne weiter. Genauso, wie ich häufiger lese, dass man doch für mehr Dinge im Leben dankbar und generell Dankbarkeit für alles und jeden empfinden solle und schon würde einem das Leben wesentlich sinnvoller erscheinen. Doch meine Erfahrung ist eine andere. Der für mich passende Lösungsweg besteht stattdessen u. a. aus Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit.

 

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Und endlich kann ich wieder angst- bzw. panikfrei Zug fahren…

Blick von oben auf einen Hund, der vor den Füßen sitzt

Früher liebte ich Zugfahren. Es gab fast nichts schöneres als die 8- bis 9-stündige Zugfahrt bis zu meiner Oma. Selbst als das Geld einige Jahre sehr, sehr knapp war und meine kleine Schwester und ich mit dem Wochenendticket die Weihnachtsfahrten zu Oma gemeistert haben, wobei man bei diesem Ticket ja nur Bummelzüge nehmen darf und wir locker 12 – 15 Stunden unterwegs waren… Doch irgendwann kippte es. Irgendwann in den letzten Jahren wurde es mir zu viel, zu voll, zu laut und zu eng. Ich fühlte mich richtig unwohl und war selbst auf kurzen Strecken total fertig, wenn ich endlich am Ziel war. Also ließ ich es immer mehr bleiben und fuhr immer weniger mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich sagte mir, dass Zugfahren einfach nichts mehr für mich ist. Doch mir fehlte das richtige Wort, um meine Empfindungen einzuordnen: Panik. Ganz einfach Panik.

Blick von oben auf einen Hund, der vor den Füßen sitzt

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