Durch die Weinberge, an Flüssen und Bergen entlang – Auszeit-Roadtrip Teil 3

Nach meinem letzten Reisebericht aus der Eifel ist bereits wieder 1 Monat vergangen! So viel ist in der Zwischenzeit passiert, so viele Kilometer hat mein Microcamper zurück gelegt, so viele Gespräche habe ich geführt und Erinnerungsmomente geschaffen!

Frauke blickt über eine Mauer am Neroberg hinab auf Wiesbaden

Meine ungefähre Route

Ich bin an der Mosel entlang durch die Weinberge gefahren, habe den Hunsrück, die Pfalz und Rheinhessen durchquert bis ich im Taunus und in Franken ankam, vorbei an Rhein und Mosel und weiter zum Neckar, um für einige Tage Station in Schwaben zu machen, bevor ich weiter über die Schwäbische Alb nach Bayern fuhr.

Mina steht auf einem Weg zwischden den Weinbergen

Meine Wahl der Stellplätze in der letzten Zeit

Seit meinem letzten Reisebericht war ich nur noch auf Campingplätzen, auf Stellplätzen übers Landvergnügen oder bei Freunden und Bekannten zu Besuch. Nach meinen etwas seltsamen Begegnungen beim Freistehen, von denen ich euch beim letzten Mal berichtet habe, bin ich doch noch etwas abgeschreckt. Außerdem spielen drei Faktoren mit hinein:

1. Die Tage wurden mir teilweise sehr lang. Ich bin ja eine Frühaufsteherin und gehe dementsprechend gerne zeitig schlafen. Doch beim Freistehen kann ich eigentlich erst zur Dämmerung den Schlafplatz anfahren, dann aufbauen und komme somit recht spät ins Bett. Zumal ich mir vorher immer 2, 3 oder 4 mögliche Plätze angesehen habe um dann nach Bauchgefühl zu entscheiden. Das war ziemlich viel Fahrerei… Hinzu kommt, dass Mina auch ziemlich viel Schlaf braucht und das in letzter Zeit dank ihrer Leishmaniose auch eher mehr als weniger wird. Ihr war das dann häufig zu unruhig und sie hat in Summe zu wenig Schlaf bekommen.

2. Ich habe die Atmosphäre auf Landvergnügen-Stellplätzen lieben gelernt! Häufig fahre ich diese Stellplätze bereits am frühen Nachmittag an, koche mir einen Kaffee und komme ganz in Ruhe am Ort an. Dann baue ich auf und erkunde nach einer längeren Schlafpause für Mina die Umgebung. Bei den angegliederten Gastwirtschaften habe ich mich zum Abendessen auf einen der Sitzplätze im Außenbereich gesetzt. Bei einem Schafhof habe ich im Hofladen total leckeres Eis und Käse aus Schafsmilch gekauft. Und so hat jeder Stellplatz eine kleine Besonderheit, die mein Herz erfreut und die gleichzeitig auch noch typisch regional ist. Bei den netten Gesprächen, die sich dort ergeben haben, plus das leckere Essen und Trinken habe ich mich einfach sau-wohlgefühlt! Auch die anderen Camper vor Ort sind meist sehr herzlich und offen gewesen! So habe ich ein schöneres Reise-/Austausch-Gefühl und ich lerne die Regionen anders kennen, als wenn ich irgendwo anonym frei stehe.

Fraukes kleiner Microcamper steht auf einer Wiese

3. Generell merke ich, dass das tägliche Weiterfahren mich und auch Mina auf Dauer anstrengt. Immer neu orientieren, wo bin ich, was ist um mich herum los, wo übernachte ich, ist da was frei, etc. Wenn dann noch die unter 1. beschriebenen Punkte hinzu kommen, strengt mich das ganz schön an. Zumal ich mir natürlich auch Sorgen um die kleine, müde Minamaus mache, wenn sie zu wenig Schlaf bekommt und dank Leishmaniose eh geschwächt ist. In den letzten Wochen hat sich heraus kristallisiert, dass ich lieber auch mal ein paar Tage an einem Ort bin und nicht ständig weiter fahren „muss“.

Gedanken und Zweifel am Autofahren

Zwischendurch hadere ich eh immer mal wieder mit der Fortbewegungsart Autofahren, weil es ja schon auch eine Umweltbelastung ist. Klar, es ist ein Kompromiss. Die Ursprungsidee mit dem Wandern habe ich des letzten Leishmaniose-Schubs im Herbst 2019 sei Dank an den Nagel hängen müssen. Die dann entstandene Idee mit dem Fahrradanhänger klappte auch gar nicht, weil Mina solch eine Panik bekam.

(Durch ein Gespräch mit ihren ehemaligen Pflegeeltern unterwegs auf meiner Reise bei ihnen zuhause habe ich erfahren, dass sie damals 1 Woche von Griechenland hier nach Deutschland unterwegs war und dabei nur das letzte Stück geflogen ist. Davor muss sie tagelang in einer Box in einem Transporter gewesen sein. Kein Wunder, dass sie nun eine sehr tief verankerte Panik vor geschlossenen Behältnissen hat…)

Nach den zwei gescheiterten Ideen bin ich darauf gekommen, mein Auto zu einem Microcamper umzubauen, sodass Mina und ich auf jeden Fall gemeinsam unterwegs sein können. Deshalb ist es ein guter Kompromiss.

Und doch, manchmal… Da wird mir bewusst, welch eine Umweltbelastung meine Tour darstellt, auch wenn mein kleines Auto einen sehr geringen Spritverbrauch hat… So kann ich mit einem Stellplatz, an dem ich mehrere Tage am Stück stehe, auch noch etwas die Umwelt schonen.

Mina liegt im abgedunkelten Auto und schläft. Durch einen kleinen Spalt kommt etwas Tageslicht.

Meine Besuche bei Bekannten und Freunden

Und damit kommen wir auch schon zu meinen Besuchen. Ihr glaubt nicht, wie herzlich ich bei meinen Besuchen von Freunden und Bekannten empfangen werde. Dies ist für mich absolut keine Selbstverständlichkeit und so bin ich manchmal schon fast überfordert von all diesen positiven Emotionen und der super Gastfreundschaft! Bei manchen war ich 1, bei anderen 2 oder 3 oder 4 Nächte. Ich wurde nach Hause eingeladen, wir haben uns den Ort und teilweise auch die Umgebung angesehen. Dank der jeweiligen Menschen habe ich diese Orte aus ihrer individuellen Sichtweise kennengelernt. Also völlig anders, als wenn ich alleine durch die Orte gefahren wäre, weil ich einige der Sehenswürdigkeiten, Straßen, Cafés, etc. nie besucht hätte. Jemand Ortskundigen dabei zu haben, der*die die Stadt liebt und dort wohnt, ist für mich richtig toll um die unterschiedlichen Regionen kennen zu lernen!

Frauke sitzt auf einer weißen Decke und malt. Mina hat ihren Kopf auf ihrem Bein abgelegt.

Zum einen freue ich mich natürlich, diese Menschen wieder zu sehen. Zum anderen kenne ich sie aus den verschiedensten Kontexten und Hintergründen, sodass ich bei den meisten noch nie zuhause war. Und doch habe ich mich überall total und ehrlich von Herzen kommend willkommen gefühlt!

Das war und ist zeitweise etwas schwierig für mich: diese Menschen freuen sich wirklich auf mich und ich störe sie nicht und ich falle ihnen nicht zur Last und ich darf dort sein! Das liest sich wahrscheinlich etwas bescheuert, doch genau diese Gefühle hatte/habe ich. Dass diese so tief in mir verankert sind, war mir vor meiner Abreise in der Bandbreite und Tiefe übrigens nicht bewusst. Eine sehr wichtige Erkenntnis also, die ich bereits gewonnen habe! Nun versuche ich in der kommenden Zeit in diese Gefühle hinein zu spüren und zu erkunden, woher sie kommen und warum sie so stark sind.

Sonnenuntergang. Eine Wimpelkette hängt von einem Turm nach unten. Ein Fahrrad ist erkennbar.

Eine Übernachtung war sehr wichtig für Mina bzw. ihre ehemaligen Pflegeeltern: Nachdem Mina Ende 2013 mit einer Tierschutzorganisation nach Deutschland kam, lebte sie erst einige Wochen bei Pflegeeltern, bevor ich sie kennenlernte. Die zwei wohnten damals noch im Ruhrgebiet und haben die kleine, ca. 1jährige, völlig verängstigte Maus bei sich aufgenommen und viel Liebe, Geduld und Leckerchen investiert, damit sie langsam ruhiger wird. Mittlerweile wohnen die beiden in der Nähe von Frankfurt und wir haben sie besucht. Ein Wiedersehen nach 6 Jahren! Wir haben uns lange über die kleine, schüchterne, teils panische und dann aber auch sehr verspielte Mina unterhalten und mit der Mina von heute verglichen, die wesentlich erwachsener ist und in einigen Punkten leider bereits abbaut wg. der Leishmaniose. Während wir uns so herzlich unterhalten haben, wurde Mina von den beiden über Stunden in den Schlaf gekrault…

Ein für mich erinnerungs- und reflektionsanregender Ort

Einen sehr eindrücklichen und nachdenklichen Abend habe ich in Siefersheim verbracht. Vor fünf Jahren hatte ich mir schon einmal das Landvergnügen gekauft. Damals war ich bei diesem Weingut in Siefersheim und habe einen richtig schönen Abend mit leckerem Essen und einem interessanten Gespräch mit einem Ehepaar, das ich dort vor Ort kennengelernt hatte.

Eine für mich ziemlich ungewohnte Situation, weil ich damals noch nicht so lockerflockignebenbei mit mir völlig wildfremden Menschen geplaudert habe. Vor fünf Jahren hatte ich mir einen kleinen Traum erfüllt und war mit Mina und meinem damaligen VW Caddy für vier Wochen in Deutschland unterwegs.

Oberer Teil des Fotos: Frauke sitzt auf einer asphaltierten Straße zwischen Weinreben. Mina läuft ins Bild. 
Unterer Teil des Fotos: Gleiche Szene, beide blicken in die Kamera

Eine sehr große Sache für mich damals und eigentlich auch schon sehr wegweisend! Denn dahinter steckte ein viel größerer Traum: eine mehrmonatige Auszeit! Tada, was mache ich gerade? Richtig! Damals waren die vier Wochen das höchste der Gefühle für mich, das ich mich getraut und mir selbst zugestanden habe.

Und nun hat sich so viel in den letzten fünf Jahren getan, dass ich mich an den größeren Traum gewagt habe! Der Ort hat mich sehr zum nachdenken und reflektieren angeregt. Ich habe mir Fotos von damals angesehen und mit der Frauke von heute verglichen. Puh. Selber Ort, selbe Frauke und doch alles anders.

Reisen bildet

Anfangs dachte ich, ich würde die Mosel runterfahren, weil es rein von der Karte her so aussah. Doch nein, ich fuhr sie hoch! Ein zuvorkommender Winzer, bei dem ich über das Landvergnügen einen Stellplatz hatte, klärte mich auf: die Fließrichtung der Mosel ist entscheidend und nicht die Straßenkarte. Die Weinberge entlang der Mosel, aber auch später in Rheinhessen und in Franken haben mich in Staunen versetzt. Als Kind des ziemlich flachen Ruhrgebiets bewundere ich immer wieder die vielfältigen Arten um auf so schrägen oder auch relativ geraden Flächen Weinreben anzubauen. Dank einiger Informationstafeln und auch durch Gespräche vor Ort habe ich einiges über den Weinanbau gelernt. Eigentlich bin ich ja eher die Biertrinkerin, doch dank der zahlreichen Stellplätze bei Weingütern inkl. Straußwirtschaften (Gaststätten direkt am Weingut) bzw. Häcken (so das Wort in Franken dafür) oder Besen (so in Schwaben) habe ich die verschiedenen Weißweine zu schätzen gelernt.

Frauke steht auf einem Aussichtspunkt am Limes und blickt in die Ferne.

Außerdem habe ich einiges für mich erstaunliches über die Römer gelernt. Meine Schulbildung war nicht die beste, auch wenn ich das Gymnasium bis zur 10. Klasse besucht habe. Doch meine Lehrer*innen haben mir wenig Wissen vermittelt, das sich dauerhaft eingeprägt hat. Häufig war mir der Lernstoff zu theoretisch, oberflächlich und wenig Alltagsnah.

Doch nun bin ich unterwegs und komme an etlichen römisch-geschichtsgeprägten Orten vorbei! Klar, in der Schulzeit werde ich bestimmt irgendwann irgendwas dazu gehört haben. Doch ich könnte nichts davon wiedergeben, geschweige den zeitlich oder räumlich einordnen. Auf meiner Reise haben sich fast automatisch und nebenbei die Ausmaße und Dimensionen der römischen Einflüsse greifen lassen. Ich stoße auf etliche Hinweistafeln, Ruinen und sonstige Überreste von Kastellen, Wasserleitungen und dem Limes (Ich schwör, das Wort habe ich bis dahin noch nie gehört und dabei ist es eine sehr wichtige, große Grenze zwischen dem germanischen und dem römischen Reich.)

Die theoretische Wissensvermittlung zu meiner Schulzeit hat mir nichts davon näher bringen können, was ich zwischenzeitlich unterwegs gelernt habe! Dieses vor Ort sein, in echt etwas zu sehen und die Dimensionen zu begreifen, das prägt sich bei mir gerade total gut ein. (Ähnlich übrigens wie die Dimensionen von den Braunkohletagebauten Garzweiler und Hambacher, von denen ich euch beim letzten Mal bereits erzählte.)

Ich fange an Weißwein zu lieben und finde ein Weinglas

Es gab einige Stellplätze in den Weinbergen, wo gerade keine Wirtschaft am Weingut offen hatte. Doch das Prinzip beim Landvergnügen ist ja schon auch, dass man etwas vor Ort konsumiert, da der Stellplatz außer das jährlich erscheinende Buch nichts kostet. So habe ich mir an einem Stellplatz eine leckere Flasche Weißwein gekauft und dann aus meinem Emaille-Kaffeebecher ein „Glas“ davon getrunken. Das war vom Mundgefühl her schon etwas seltsam…

Als ich am nächsten Tag an einem Campingplatz an der Mosel, kurz hinter Trier, ankam, stand ein Glascontainer direkt auf dem Platz. Und wisst ihr, was dort oben drauf stand? Ein Weinglas! Das habe ich kurzerhand durchgespült und kann seit dem sehr stilecht meinen Wein trinken!

Ein kleiner Campingtisch auf einer Wiese. Darauf eine Wasserflasche, eine Weinflasche, ein Weinglas und ein Buch

Bisher hat das Weinglas auch die weitere Fahrt überlebt. Da war ich anfangs sehr zögerlich, ob das in meinem kleinen Auto mit dem geringen Stauraum überhaupt möglich ist. Doch, klopf auf Holz, bisher habe ich es jedes Mal unbeschadet transportiert!

Sonnenuntergang am Rhein. Mina blickt auf die Schiffe.

Essen von vor Ort

Dank der Landvergnügen-Stellplätze komme ich immer wieder auf die verschiedensten Stellplätze mit eigenem Anbau/Erzeugung/etc. So habe ich z. B. auf dem Schafhof Jauernik ein Schafsmilch-Eis (Haselnuss und Zitrone), Schafsmilchkäse gegessen und Schafsmilch getrunken.

In den Weinregionen habe ich mich durch die Weißweine probiert und, falls vorhanden, etwas regionales in den Straußwirtschaften/Häcken/Besen gegessen.

Essen in einer Straußwirtschaft. Überbackener Käse mit Tomaten, dazu Brotscheiben und ein Glas Wein. Auf dem Tisch liegt Fraukes Malzeug

Bei der Hohensteiner Hofkäserei in der Schwäbischen Alb habe ich zwei verschiedene Käse und frische Milch von den Kühen und Bullen vor Ort probiert.

Die meisten Betriebe, wo ich war, haben eine Bio-Zertifizierung.

Sonnenuntergang in der Schwäbischen Alb an einer Büffelweide

Selbst, wenn ich nicht bei einem Landvergnügen-Gastgeber stehe, schaue ich in Supermärkten, bei kleinen Obst-/Gemüseständen am Wegesrand oder auch in Bäckereien nach regionalen Angeboten. Für mich erschließt sich Deutschland so auf einer sehr vielfältige Art und Weise! (Von den verschiedenen Dialekten ganz zu schweigen, die ich teilweise wirklich nur schwer verstehe.)

Die Düfte meiner Reise

Während mich am Anfang meiner Reise der Duft der zu der Zeit überall blühenden Holunderblüten begleitet hat, rieche ich seit einiger Zeit immer wieder die wundervollen Lindenblüten! Bei uns im Ruhrgebiet habe ich diese tollen Bäume sehr selten gesehen. Doch in den letzten Wochen komme ich laufend an Linden vorbei. Teils sehr alte, teils sehr viele als Allee gepflanzt. Der Duft ist herrlich!

Seit ein paar Tagen mischen sich die Duftschwaden der grandiosen Lavendelblüten dazu. Ein Traum!

Lavendelblüten mit Hummel

Diese Dufteindrücke prägen sich tief in mein Gedächtnis ein. Hoffentlich oder bestimmt werde ich sie noch in etlichen Jahren präsent haben, sobald ich einen der Blütendüfte einatme und direkt an die entsprechenden Stationen meiner jetzigen Auszeit denken.

Ein Zwischen-Resümee

Ich empfinde die Reise bereits jetzt als eine sehr wertvolle Zeit für mich. Sie bewegt viel in mir und an mir und überhaupt. Ich habe tolle, wichtige, interessante, tiefergehende Gespräche geführt und für mich wichtige Menschen getroffen. Aus dieser gemeinsamen Zeit und auch aus der Zeit alleine unterwegs habe ich einige Erkenntnisse gewonnen, auf die ich zuhause wahrscheinlich nicht so schnell gekommen wäre (wenn überhaupt).

Regenbogen an der Mosel

Nun schaue ich gespannt auf die noch vor mir liegende Zeit!

Wenn ihr mögt, schaut gerne auch auf meinem Instagram-Kanal vorbei! Dort teile ich regelmäßig Bilder von meinem Roadtrip mit meinem Microcamper!

[Hinweis: evtl. stellt dieser Beitrag Werbung dar. Doch ich habe alles selbst gekauft und selbst bezahlt und es gibt keinerlei Absprache zu einer Werbung. Dies nur zum Schluss, damit niemand auf komische Ideen kommt. Bezahlte Werbung kennzeichne ich immer entsprechend!]

11 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Frauke,

    schön wieder hier von Deiner Auszeit zu lesen! 🙂 Ich lese gerne mit!

    Darf ich Dich fragen, wie Du die Reise finanzierst und wie Du all die Leute kennengelernt hast? Alle über das Netz bzw. Deinen Blog? …und ist die Dauer der Reise offen?

    Ich denke auch, dass es angenehmer ist, spontan zu entscheiden, wie lange man bleibt, anstatt jeden Tag neu zu gucken. Dieses „Landvergnügen“ wird nichts für mich sein, da es wohl nur für Autofahrer ist, oder?

    Ich denke, es wird sich auch zeigen, was hinterher von dieser Reise übrig bleibt, von den wichtigen Erlebnissen. Erinnern wirst Du Dich sicher immer dran und nachhaltig etwas davon mitnehmen.

    Das wünsche ich Dir.

    Viele Grüße auch an Mina,

    Tina.

    • Hallo Tina!

      Vielen Dank für deine lieben Worte!

      Ich habe einige Zeit gespart um mir diese Auszeit leisten zu können. Neben den laufenden Kosten unterwegs kommt ja auch noch die selbst zu zahlende Krankenversicherung hinzu. Die letzten Jahre habe ich meinen Konsum immer weiter überdacht und hinterfragt, was ich wirklich brauche und wenn ja, ob neu oder gebraucht.
      Die Menschen, die ich besuche, kenne ich aus ganz verschiedenen Bereichen: über meinen Blog, über Instagram, über frühere Zeiten, als die Person noch in meiner Nähe gewohnt hat, über meine Reha von vor 6 Jahre wo ich noch zu einem Mitpatienten Kontakt habe, etc.
      Die Dauer meiner Reise ist relativ offen. Ich habe mir den Herbst, wenn es kälter wird, als spätesten Rückkehrtermin gesetzt. Doch mittlerweile denke ich, dass Ende August realistisch sein könnte. Falls mich Corona einholt, ich keine Lust mehr habe oder meine Ersparnisse frühzeitig aufgebraucht sind, kehre ich eher heim.
      Genau, das Landvergnügen ist für Wohnmobile, Wohnwagen oder halt Microcamper!
      Viele Grüße, Frauke

  2. Hallo Frauke!
    Wunderbar, dass du all diese Gedanken und Eindrücke erlebst und vielen Dank, dass du sie mit uns teilst!
    Diese Art samt ihrem Mix zu reisen gefällt mir sehr gut.
    Es gibt sooo viel zu entdecken, zu lernen und wie du es schreibst, die Begegnungen mit den Menschen, macht daraus eine sehr kostbare Zeit – für dich und Mina!
    Vielleicht mag dich dieser Gedanken mit deinen Zweifeln zum Fortbewegungsmittel versöhnen. Du fährst nicht ohne Grund und Ziel mit dem Auto – du nimmst so viel mit, an Begegnungen, Erlebnissen!

    Ich wünsche dir weiterhin eine schöne, reiche, sichere Reise voller Entdeckungen und wertvollen Momenten!

    Falls dich deine Reise hier vorbeiführt, bist du herzlich willkommen!

    Liebe Grüße- Vanessa & Lila

    • Hallo Vanessa!
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar!
      Euch zwei habe ich auf jeden Fall auf dem Schirm, falls ich irgendwann in eure Nähe komme!
      Danke für deine Worte zu meinen Zweifeln und für deine Wünsche!
      Liebe Grüße, Frauke und Mina

  3. Liebe Frauke, normalerweise schaue ich jeden Tag in Deinem Blog nach, ob dort ein neuer Beitrag steht, da Josef aber gestern nach knapp 3wöchigem KH-Aufenthalt in keinem guten Zustand entlassen wurde, lese ich erst heute.
    Es ist so schön, Deinen Reisebericht zu lesen, irgendwie ist man dann selbst ein Stück dabei, denn Du schreibst so anschaulich untermalt mit Fotos und sogar eigenen kleinen Zeichnungen!
    „Limes“ gehört ja teilweise zu unserem Taunus und da haben wir früher auch schon kleine Wanderungen gemacht. Wie schade, dass ein Treffen nicht möglich war!
    Wir wünschen Dir und Mina auch weiterhin eine wundervolle Zeit und ich freue mich schon auf Deinen nächsten Bericht.
    Bleib neugierig und vor allen Dingen gesund, damit Du noch viel Freude bei Deinen weiteren Unternehmungen hast!
    Liebe Grüße Josef und Ingrid

    • Liebe Ingrid!
      Oh man, das sind ja Neuigkeiten… Ich komme unterwegs nicht wirklich zum Email schreiben…
      Ich wünsche Josef eine sehr gute Besserung! Und euch beiden ausreichend Kraft um diese Zeit durch zu stehen!
      Ganz liebe Grüße an euch zwei!
      Frauke

  4. Liebe Frauke!
    Eine Reise mit allen Sinnen! Wunderschön geschrieben und auch die Bilder sind ein Genuss. Freue mich immer auf deine Berichte. Und wünsche noch viele tolle Reisetage!
    Liebe Grüsse, Jana

    • Hallo Jana!
      Stimmt, da hast du recht und mir war es noch gar nicht so sehr aufgefallen: eine Reise mit allen Sinnen!
      Danke für das Formulieren dieses so offensichtlichen 🙂
      Liebe Grüße, Frauke

  5. Hallo Frauke,

    Du bist zwar schon „ein paar Tagen und einige Kilometer weiter“, aber magst Du sagen, was in diesem Knödel-Käse-Salat drin war? Vielleicht finde ich so ein Rezept ja im Internet. Knödel mit Käse, Zwiebel, Essig, Kräuter und Öl? Sieht auf jeden Fall lecker aus.
    Auch die Eis-Sorte aus Passau klingt interessant! …und es scheint dort bergauf- und bergab zu gehen. Sieht jedenfalls so aus. Ich dachte, dass es da eher flach ist.

    Wie kommt es eigentlich, dass Du von Wiesbaden aus nicht weiter in Richtung Freiburg gefahren bist, sondern Richtung München? Fährst Du denn auch in den Osten des Landes?
    Das würde ich gerne mal machen: durch alle Bundesländer fahren. …Görlitz soll sehr schön sein, der Spreewald, die mecklenburgische Seenplatte und die Ostseeküste.
    Irgendwie erscheint mir Dein Reisetempo auch grade schneller zu sein. ….oder es erscheint mir wirklich nur so.

    Ich freu mich auf jeden Fall, weiter zu lesen, wo Du so entlang gefahren bist. Irgendwie ist es spannend, alle paar Tage mal zu gucken, wo Du hingekommen bist! 🙂

    Viele Grüße und noch eine gute Reise mit Mina und Deinem Auto,

    Tina.

    • Hallo Tina!
      Genau, das war in dem Salat drin 😃
      Das Foto auf Instagram ist aus der Passauer Altstadt. Dort geht’s schon etwas auf und ab! Auf der einen Seite die Donau, auf der anderen der Inn und in der Mitte die höher liegende Altstadt.
      Ich bin Richtung München gefahren, weil ich Lust dazu hatte. Vor meiner Abfahrt hatte ich mir ein paar mögliche Besuche überlegt, doch der Rest passiert ziemlich spontan!
      Ob sich mein Reisetempo erhöht? Das kann ich nicht genau sagen. Ich fahre weiter, wenn mir danach ist, ohne einen konkreten Plan (nur: entgegen des Uhrzeigersinns vom Ruhrgebiet aus durch Deutschland) oder ein konkretes Tempo zu verfolgen.
      Ich bin schon sehr gespannt, was die Reise noch für mich bereit hält!
      Liebe Grüße, Frauke

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