Mit (m)einer Auszeit krempel ich nun mein Leben um

Wer ins kalte Wasser springt, taucht in ein Meer voller Möglichkeiten. (Netzfundstück)

Oder auch: ich krempel gerade mein Leben um.

Frauke geht mit ihrem Wanderrucksack einen Weg entlang

Ich habe in den vergangenen Jahren viel an mir und in mir hinterfragt, verändert, geändert, neu gestartet, ausprobiert, verworfen, beibehalten, geweint, gelacht, experimeniert, aufgearbeitet, verflucht, gehofft, gedankt, gefeiert, geliebt und gehasst. Dank meiner Depression und den anschließenden Therapien habe ich mein Leben auf den Kopf gestellt und mich selbst resetet.

Nun weiß ich schon sehr lange, dass ich einen großen Traum habe: ich möchte eine mehrmonatige Reise machen.

Die ganze Zeit wusste ich nicht, wie, wohin, in welchem Rahmen, auf welchem Wege, mit welchem Fortbewegungsmittel, von welchem Geld, mit welchen Möglichkeiten, ich?, was ist mit meinem Job?, woher den Mut nehmen, wann starten, wie lange und überhaupt.

Doch der Wunsch und der Traum waren da. (Bereits im September 2018 erzählte ich euch davon!)

Und nun ist es an der Zeit, diesen Traum Realität werden zu lassen!

Mein neuer Lebensabschnitt beginnt jetzt

Ich habe nach über einem Jahrzehnt meinen sicheren Job gekündigt und mich auf diesen Traum eingelassen. Das schreibt sich mit wenigen Buchstabenklicks und doch war das ein sehr langer, sehr schwieriger Prozess für mich.

Eigentlich bin ich sehr auf Sicherheiten aus. Sowohl finanziell, als auch jobtechnisch, als auch alles andere.

Aber über die Jahre habe ich gemerkt, dass ich das von mir gewünschte Sicherheitsgefühl nur bedingt in diesen äußeren Rahmenbedingungen finden werde, solange es in mir drin ein Stück weit fehlt. Deshalb habe ich in den letzten Monaten einige wichtige, alles umkrempelnde Entscheidungen getroffen.

Ich habe meinen Job gekündigt und werde auf eine max. 6 monatige Reise gehen!

Wo geht es hin? Und wie? Und überhaupt?

Ich möchte Deutschland kennenlernen. Dieses Land hat so viele, so schöne Ecken, von denen ich so viele noch nicht ansatzweise kenne! Dafür habe ich ein bißchen gespart, geplant und rumgesponnen…

Eigentlich wollte ich mit Mina zusammen wandern gehen. Passend dafür habe ich mich lange und ausführlich über Wanderwagen informiert, um das Gepäck plus Wasser plus Essen für Mina und mich zu transportieren. Der Wanderwagen, der hier einzog, war ein echtes Herzensstück und ich habe mich so sehr über ihn gefreut! Die ersten Probewanderungen waren so, so, so schön!

Doch es hat nicht sollen sein: Mina hat im Herbst 2019 einen krassen Leishmaniose-Schub bekommen, wo lange Zeit nicht klar war, ob sie ihn überhaupt überlebt. Relativ früh war auf jeden Fall klar, dass sie keine Mehrtageswanderungen mehr unternehmen darf… Zum Glück hat sie den Schub überlebt, doch a) schrumpften meine Sparreserven (Tierarztkosten, Medikamente, etc.) und b) musste ein neuer Plan her.

Also habe ich mich ausführlichst über Fahrrad-Hunde-Anhänger informiert. Vor 6 Jahren haben wir das schon mal probiert. Damals hatte ich einen preiswerten, gebrauchten Anhänger gekauft. Trotz monatelanger, schrittweiser Eingewöhnung wollte Mina partout nicht damit fahren. Die Panik kam zu schnell in ihr hoch… Doch meine Hoffnung beruhte nun darauf, dass es am Anhänger an sich lag. Ich schaute zig Videos, las Blogs und Testberichte. Für mich kristallisierte sich heraus, dass die preiswerten Anhänger sehr ruckelig, unbequem und schwankend fahren, während die gehobenere Preisklasse ruhiger auf der Straße liegt. Selbst eingefleischte Hundeanhänger-Radurlauber-Hunde kommen zum Teil mit den preiswerten Modellen nicht zurecht.

Also kaufte ich einen der sehr teuren Modelle im Angebot und versuchte Mina in sehr, sehr, sehr kleinteiligen Schritten an den Fahrradanhänger zu gewöhnen. Es gab in der Zeit viele Leckerchen, viel Lob und viel alles. Doch es nützte nix: sobald der Wagen irgendwann mal Räder montiert hatte, bekam Mina Panik. Kein Scheiß und nix zu diskutieren. Das ganze steigerte sich soweit, dass sie sich irgendann angstvoll wegduckte, sobald ich den Raum betrat. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie sehr das mein Hundemutterherz zum bluten brachte… Klar, sie kam im Alter von etwa 1,5 Jahren aus dem Tierschutz zu mir. Wer weiß, was ihr in ihrem bisherigen Leben schon widerfahren ist und was diese extreme Reaktion in ihr drin auslöste…

Die Zeit war nicht einfach für uns. Ich hatte bereits meinen Job gekündigt und war voller Vorfreude auf die anstehende Auszeit. Und gleichzeitig brachen alle möglichen Optionen weg, um die Monate gemeinsam mit Mina mitten in der Natur zu verbringen. Entschleunigt und Schritt für Schritt bzw. Radumdrehung für Radumdrehung. Nur Mina, unser Fortbewegungsmittel, das Zelt und ich. Puh.

Ich habe viel gezweifelt in der Zeit. Endlich treffe ich diese für mich so wichtige Entscheidung und dann geht so viel schief. Minas Leishmaniose-Schub, ein schwerer Unfall meiner Zwillingsschwester, Minas Probleme mit den zwei gerade genannten Fortbewegungsmöglichkeiten und diverse andere Vorfälle, die mich an meinem vermeintlich komplett egoistischen Vorhaben zweifeln ließen. Die alten Glaubenssätze (dass ich es nicht wert sei eine solche Reise zu verwirklichen, dass ich total egoistische und selbstgerechte Scheiße verzapfte, etc. etc. etc.) wurden in meinem Kopf sehr laut…

Doch irgendwann setzte mein rationaler Verstand ein Stopp-Zeichen und befahl mir mich mit weiteren realisierbaren Möglichkeiten zu beschäftigen. Was blieb denn nun noch übrig? Ich wollte doch so gerne naturnah, langsam und quer durch Deutschland reisen!

Jaha, eine Möglichkeit gab es noch: ein Microcamper! Und so informierte ich mich, las unendlich viel im weiten Internet, sah unzählige Videos und soweiterundsofort. Das Ende vom Lied: ich baute meinen Citroen C1 zu einem Microcamper um und verbrachte bisher auch eine Probenacht darin!

Die von mir geplante Auszeit ist also machbar!

Mein jetziger Plan, der jederzeit an die Realität angepasst werden darf

Ich werde am letzten März-Wochenende mit Mina und meinem Microcamper zu einer max. 6 monatige Auszeit starten!

Dabei möchte ich möglichst langsam vorwärts kommen und mich, soweit ich das hinbekomme, durch Deutschland treiben lassen. Klar, mit einem Auto bin ich prinzipiell in 10 Stunden einmal durch Deutschland durch. Doch dann habe ich ungefähr nichts gesehen, außer Autobahn. Deshalb habe ich mir vorgenommen, jeden Tag nur wenige Kilometer mit dem Auto zurück zu legen und dann am Übernachtungsort einige Wanderungen zu unternehmen. Natürlich alles angepasst auf Minas und mein Tempo, sodass keine von uns beiden übermäßig gestresst ist (…ein Leishmaniose-Schub kann durch Stress ausgelöst werden…).

Doch wer mir schon länger hier folgt weiß, dass ich eher zu einem hektischen Fortkommen neige. Alles zeitoptimiert und überhaupt. Aber genau das Gegenteil möchte ich nun versuchen. Ich möchte mich treiben lassen, schauen wo es schön ist und Menschen, Land und regionale Kultur kennenlernen.

Außerdem werde ich einige Menschen besuchen, die ich in den letzten Jahren durch das Bloggen kennengelernt habe und bisher zum Teil „nur“ virtuell kenne. So wie wir uns in den letzten Jahren auf unseren Wegen begleitet haben, möchte ich sie nun auf meinem Weg als Zwischenstationen einbinden. Es gäbe einige Menschen, die ich gerne „in Echt“ kennenlernen würde. Doch meine Zeit ist mit max. 6 Monaten begrenzt (Geld, Außentemperaturen, etc.) und so habe ich erst einmal eine grobe Vorauswahl getroffen und alles andere erfolgt Schritt für Schritt im jeweiligen Augenblick.

Und ich behalte mir vor spontan zu entscheiden! Ich habe jederzeit die Möglichkeit, mich umzuentscheiden und umzuplanen. Mina gehts nicht gut damit, dass wir ständig woanders sind? Ich bekomme Heimweh? Mein erspartes Geld neigt sich dem Ende zu? Ich habe jederzeit die Möglichkeit meine Pläne zu ändern und an die dann aktuelle Situation anzupassen!

Was verbinde ich mit einer solchen mehrmonatigen Reise?

Ich möchte mich frei fühlen. Ich möchte nur für mich allein die Verantwortung tragen. Ich möchte in den Tag hinein leben. Ich möchte den vor mir liegenden Weg spontan gehen und mich bei jedem Schritt neu entscheiden, in welche Richtung es gehen soll.

Ich möchte mich selbst besser kennenlernen. Wie ist es mit mir allein unterwegs zu sein? Was passiert mit meiner inneren Kritikerin, wenn von außen kaum bis keine Ablenkung kommt? Gehe ich mir selber auf den Sack? Kommen evtl. dauerhaft depressive Gedanken, die mich in ein Tief steuern? Kommen evtl. komplett neue, kreative Ideen, die mich nach vorne katapultieren und mich selbst aus mir heraus inspirieren?

Ich möchte mein Tempo finden. Mein ganz eigenes Tempo. Im Alltag, auf der Reise und vielleicht auch ein bisschen mein Lebenstempo. Bisher ist mir das noch unbekannt. Ich habe ein sehr schnelles Tempo, wenn ich nicht aufpasse. Aber ist das mein Tempo oder lege ich das nur aufgrund von Leistungsansprüchen, Glaubenssätzen und äußeren Umständen an den Tag? Was ist mein Tempo, wenn ich ganz mit mir alleine bin?

Ich möchte neue Menschen kennenlernen. Neue Menschen mit ihren ganz eigenen Lebenskonzepten, Wertvorstellungen, Ansichten und Zielen. Ich möchte mich austauschen, inspirieren und inspiriert werden.

Ich möchte meine Umgebung in einer sehr langsamen Geschwindigkeit kennenlernen („slow traveling“). Ich möchte die Gegenden, durch die ich reise, wahrnehmen, mit allen Sinnen und das intensiv und prägend.

Ich möchte mich treiben lassen und einmal in meinem Leben nur für mich alleine verantwortlich sein (Na gut, Mina, für die trage ich weiterhin sehr gerne und sehr bewusst die Verantwortung!).

Ich möchte mich neu ausrichten, in mich hinein hören und aus mir heraus leuchten. Auch wenn das beim Schreiben gerade schon spiritueller klingt, als es eigentlich von mir gemeint ist.

Bereits als Kind habe ich immer gesagt, ich möchte nicht im Büro arbeiten. Und wo war ich die letzten 20 Jahre? Richtig, im Büro. Nun bin ich da ja auch in einigen Bereichen recht talentiert, in anderen Bereichen aber halt unzufrieden, weil es sich „sinn“los anfühlt. Doch wie soll es nach meiner Auszeit weitergehen? Was möchte ich machen? Das halte ich mir vorerst offen! Ich möchte diese Auszeit nutzen, um auch in diesem Lebensbereich neue Impulse zu bekommen. In meinem Kopf sind ein paar Ideen, wo es hingehen könnte, was ich mir vorstellen könnte und wofür ich brennen könnte. Doch hierbei möchte ich vorerst unkonkret bleiben. Klar, ich sammle bereits jetzt ein paar grundlegende Infos, doch wer weiß, was in den nächsten Monaten passiert, wen oder was ich kennenlerne. Vielleicht wird es ab Herbst 2020 ein 08/15-Bürojob, vielleicht etwas ganz anderes, vielleicht auch ein Zwischending. Ich weiß es gerade nicht und genau das fühlt sich überraschenderweise richtig, richtig gut an!

Wie gehts nun weiter?

Ich baue zur Zeit meinen Microcamper weiter aus. Bei Zeiten werde ich hier davon berichten!

Außerdem habe ich den kompletten März frei, bevor ich mit meiner Auszeit starte. Einige Termine habe ich bereits fest verplant. Den Rest des Monats möchte ich dafür nutzen, um aus meinem Arbeitstempo auszusteigen und nach 20 Jahren Schritt für Schritt in den Tag hinein zu leben. Würde ich bereits jetzt mit meinem Microcamper starten, wäre ich bei meinem jetzigen inneren Tempo nach ungefähr 2 bis 3 Wochen einmal durch Deutschland durch…. Und genau das möchte ich ja nicht!

In der kommenden Zeit werde ich euch hier auf dem Laufenden halten, wie ich mir meine Auszeit vorstelle, was ich an meinem Microcamper ausgebaut, welche Gedanken ich mir gemacht habe und überhaupt. Von unterwegs werde ich mich sporadisch melden, je nachdem was mein mobiles Internet mit wenig Datenvolumen hergibt, was ich mit meinem dann vorherrschenden Alltag möchte und wie viel Strom ich auch überhaupt unterwegs habe (der Citroen C1 hat ja eher eine Spielzeugbatterie, die sich nicht wirklich zum Aufladen von externen Stromquellen eignet).

Ihr merkt, gerade ist viel, sehr viel im Umbruch. So viel, wie bisher noch nie in meinem Leben. Es ist für mich so aufregend und spannend, wie ihr zwischen den Zeilen lesen könnt!

Neben all der spürbaren Vorfreude ist in mir drin auch Angst. Vor meinen Entscheidungen, vor meiner eigenen Courage, vor finanziellen Existenzängsten, vor Unsicherheiten unterwegs, vor einem erneuten Leishmaniose-Schub bei Mina, vor allem möglichen, worauf ich hier nicht im Detail eingehen möchte.

Es mischt sich. Und es ist gut so. Es ist richtig so, wie es ist.

Ich gehe nicht blauäugig oder leichtsinnig an die ganze Sache ran. Und doch habe ich Respekt vor mir selbst und dem ganzen Vorhaben.

Eine Landstraße im rosagefärbten Sonnenaufgang

Jetzt gerade, an meinem ersten richtig freien Tag, heute, da fühle ich mich richtig, richtig, richtig gut!

Auszeit, ich komme!

11 Kommentare zu „Mit (m)einer Auszeit krempel ich nun mein Leben um“

  1. Hallo Frauke,

    finde ich sehr schön, dass Du diese Auszeit und Reise vor hast. Ich hatte das auch schon mehrfach im Sinn, mehrere Monate durch Deutschland zu reisen. Würde mich daher freuen, hier von Eurer Tour zu lesen.

    Vielleicht mache ich das auch mal irgendwann.

    Viele Grüße,

    Tina.

    1. Liebe Tina,

      ganz lieben Dank für deine lieben Worte!

      Oh, du hattest bereits ähnliche Pläne? Vielleicht kommt auch irgendwann für dich der passende Moment um deine Pläne zu realisieren?!

      Ich werde hier sehr gerne von meiner Tour und meinen Erlebnissen berichten 🙂

      Liebe Grüße, Frauke

      1. Weißt Du, ich hatte den Gedanken schon öfters, so etwas zu machen. Als ich arbeitslos (und krank geschrieben war), dachte ich, ich sollte gucken, dass ich bald wieder in einen Job komme, damit die Lücke nicht zu groß wird…und ich nicht Druck „vom Amt“ bekomme. Jetzt, wo ich wieder im Job bin, wüsste ich nicht, wann ich diese Art von Auszeit machen sollte. Dafür müsste ich im Prinzip meinen ganzen Jahresurlaub nehmen und ehrlich gesagt, habe ich damals an 3-6 Monate durch Deutschland reisen gedacht und nicht an 6 Wochen. Es kommen ja noch Vorbereitung und Nachbereitung hinzu.
        Mal sehen, ob ich das noch irgendwann mache, so zu reisen, oder ob es bei kleineren Touren bleibt (also mal 1-2 Wochen dahin, mal 1-2 Wochen dorthin). Kündigen dafür würde ich jedenfalls nicht.
        …aber ich mag gerne hier bei Dir mitlesen, wie es Dir ergeht. Dann reise ich „hier ein bisschen mit“ und vielleicht passiert da innerlich auch etwas durch. Vielleicht reise ich auch mal so irgendwann oder auch nicht.
        Eine gute Reise wünsche ich (und viele interessante Berichte)!

  2. Liebe Frauke,
    ich freu mich sehr für Dich, dass es jetzt endlich los geht und dass Du für Euch eine gute Alternative zum Wandern und Fahrradfahren gefunden hast.
    Ich freu mich auf Deine Berichte und wünsche Dir jetzt gutes Runterkommen und auf der Reise viele schöne Erlebnisse, wertvolle Erkenntnisse, viel Leichtigkeit und Spaß!
    Alles Liebe!
    Maike

    1. Liebe Maike,

      vielen lieben Dank für deine Worte und deine Wünsche!

      Umso näher der Abreisetermin rückt, umso realer alles gerade wird, umso mehr freue ich mich auf die anstehende Zeit 🙂

      Liebe Grüße, Frauke

  3. Liebe Frauke,
    ich bin unglaublich stolz auf dich, dass du es wirklich wagst und mutig bist. Glaub mir, es wird bestimmt eine der schönsten Zeiten, die du je erlebt hast. Das habe ich schon nur nach meinen drei Wochen durch Europa reisen gemerkt. Ich denke noch so oft daran zurück und kann immer wieder ein wenig dieses Gefühl, dass ich damals hatte heraufbeschwören, wenn mir hier im Alltag alles zu viel wird.
    Ich bin sehr gespannt auf deine und Mina`s Erlebnisse und freue mich natürlich besonders darüber, euch bei mir zu begrüssen!
    Fühl dich lieb gedrückt,Chantal

    1. Liebe Chantal,

      ganz lieben Dank für deine Worte und deine Wünsche!

      Du bist mir da auch ein sehr großes Vorbild: deine Reise und auch dein Besuch bei mir haben mich sehr beeindruckt! Umso mehr freue ich mich auf den Besuch bei dir 🙂 Dieses Mal werde ich wahrscheinlich auch sehr gerne deine Waschmaschine in Anspruch nehmen, sofern sie frei ist 😉

      Es ist total schön zu lesen, dass dich deine Erlebnisse von deiner Auszeit bis heute beflügeln und den Alltag etwas leichter werden lassen! So eine ausgedehnte Ich-Zeit ist echt eine schöne Sache!

      Ganz liebe Grüße, Frauke

  4. Liebe Frauke!
    Ich verfolge schon seit einiger Zeit deinen Blog, und finde es so toll wie du dich immer wieder selbst reflektierst bzw es schaffst, viele schwierige Situationen mit gewissem Abstand zu betrachten und dich nicht immer gleich von deinen Gefühlen mitreißen zu lassen in Strudel wo man nicht mehr heraus kommt. Auch ich hab das erst lernen müssen, und es fühlt sich richtig toll an wenn man weiß wie es geht. Nicht über verschlossene Türen (Minas Angst vor Fahrradanhängern etc.) zu wettern, sondern einfach ruhig weiter schauen, welche anderen Möglichkeiten es noch gibt. Und Möglichkeiten gibt es immer! Ein Microcamper würde mich ehrlich gesagt auch reizen, wenn auch nur zum Ausprobieren.
    Ich freue mich für dich dass du den Mut gefunden hast, dir die Freiheit zu nehmen und selbstbestimmt auf Reisen zu gehen. Ist es denn nicht so, dass bereits jeder Tag in unseren Leben eine kleine Reise ins Ungewisse ist und man erst am Ende des Tages sieht, was tagsüber alles so passiert ist und wen man getroffen hat etc. Unabhängig davon ob man einen sicheren Job hat, ein geregeltes Einkommen oder einen durchgeplanten Tagesablauf, diese vermeintlichen Sicherheiten sind eigentlich gar keine und können sich genausogut innerhalb eines Tages ändern! So eine selbstbestimmte Reise ist eine gute Möglichkeit, nicht mehr auf sein Schicksal zu warten, sondern das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.
    Ich freu mich schon auf deine Reiseberichte und wünsche schonmal eine inspirierende und erfüllende Reise!
    Liebe Grüße, Jana

    1. Liebe Jana,
      ganz vielen Dank für deine so lieben Worte!
      Ich lasse mich manchmal (und manchmal noch zu oft) auch noch von meinen negativen Gefühlen mitreißen. Aber ich habe zum Glück gelernt, dass es irgendwann auch wieder anders aussieht und ich meinen Blick nach vorne richten kann.
      Falls du ein Auto hast, könntest du einfach mal probehalber eine Nacht darin schlafen! Im Grunde braucht man dafür ja nicht viel. Einfach einen Ort, wo du dich sicher fühlst (das kann ja auch ruhig ein Campingplatz sein), etwas weiches zum Draufliegen, eine warme Decke oder einen Schlafsack und ein Licht. Vielleicht wäre das was für dich zum ausprobieren?!
      So wie du das schreibst, klingt das sehr schöne und passend: jeder Tag ist im Grunde immer ein kleines Abenteuer! Und alle vermeintliche Sicherheit kann von heute auf Morgen weg sein… Deshalb ist es so wichtig, die Sicherheit in sich selbst zu finden und flexibel auf neue Situationen reagieren zu können.
      Liebe Grüße, Frauke

  5. Wow! Ich finde das echt mutig und bewundernswert! Eine Entscheidung 100% für dich! Ich wünsche dir eine ganz tolle Reise durch Deutschland und zu dir selbst!

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