Mein Brief an meine Depression im Recovery-Adventskalender

Vor kurzem sah ich, dass Martha Pany vom Blog „Hoffnung hilft heilen“ (übrigens ein sehr schöner Blogname, wie ich finde) einen Recovery-Adventskalender voll mit Recovery-Geschichten plant. Sie möchte 24 Beiträge von verschiedenen Menschen veröffentlichen, die von ihrer jeweils persönlichen Genesungsgeschichte berichten. Kurzerhand schrieb ich ihr und schlug ihr für ein Adventskalendertürchen meinen Brief an meine Depression vor, den ich im Herbst bei einem Poetry Slam vorgetragen habe.

Screenshot vom Blog "Hoffnung hilft heilen". Oben ist das blaue Logo (Blüte) mit dem Schriftzug "Hoffnung hilft heilen Seelische Gesundheit, Traumaverständnis & Recovery" sichtbar. Dadrunter ein Foto eines Füllers mit einem vollgeschriebenen Papier.

Nun sind bereits fünf Türchen ihres Recovery-Adventskalenders geöffnet worden. Jedes Mal war eine sehr persönliche, sehr mutmachende Geschichte dahinter! Egal, wie aussichtslos und scheiße eine Situation einmal war, diese Menschen berichten davon, wie sie einen Weg daraus hervor gefunden haben und wie es ihnen jetzt geht.

„Recovery“ steht in diesem Fall übrigens nicht immer für: völlig komplett gesund, symptomfrei, geheilt. Sondern es steht dafür, dass Menschen einen Weg gefunden haben, mit ihrer Krisensituation/Erkrankung „sinnvoll“ umzugehen. Dass sie evtl. neue Kompetenzen gelernt haben, die sie ohne ihre Erkrankung nie entdeckt hätten. Manche Menschen sind nun „geheilt“, andere haben einen Weg gefunden, um gut mit ihrer Erkrankung zu leben. Auch das macht mir Mut. Ich selbst bin auch nicht immer völlig symptomfrei, aber ich kann mit meiner Depression gerade sehr gut leben und habe auf meinem Weg einiges gelernt, das ich ohne meine Erkrankung nie kennengelernt hätte. Ohne meine Depression wäre ich heute eine andere Frauke.

Heute ist es so weit: das 6. Türchen des Recovery-Adventskalenders geht auf! Und welche Geschichte ist am Nikolaustag dahinter? Richtig: mein Brief an meine Depression!

Vielen Dank, liebe Martha, dass ich ein Teil deines Recovery-Adventskalenders bin! Ich bin schon sehr auf die kommenden Türchen gespannt!

4 Kommentare zu „Mein Brief an meine Depression im Recovery-Adventskalender“

  1. Für mich war die Art wie ich Hilfe bei meinen Depressionen bekommen habe, zunächst auch befremdlich. Wichtig aber, sie hat mir geholfen, auch wenn der Weg steinig war. Es gehört viel Kraft dazu, die ich Euch wünsche

    1. Liebe Emma,
      es freut mich, dass du einen Weg für dich gefunden hast! Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Kraft für alles zukünftige!
      Liebe Grüße, Frauke

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