Meine erste Mehrtagestour mit meinem Wanderwagen auf dem Lahnwanderweg

Freitag bin ich mit Mina, meinem Wanderwagen und einigem an Ausrüstung zum Lahnwanderweg gestartet. Ich wollte meinen Wanderwagen endlich auf einer mehrtägigen Wanderung ausprobieren!

Lahnwanderweg - Eine Frau geht mit ihrem Wanderwagen, den sie hinter sich herzieht, auf einem asphaltierten Weg vor einem Feld entlang. Strahlend blauer Himmel mit ein paar Wattewolken.

So parkte ich Freitagabend das Auto in Feudingen (…die Zuganbindung war mit 6 Umstiegen, sodass das Auto leider die einfachere und auch kürzere Wahl war: 2 Stunden Fahrt…), belud meinen Wanderwagen und zog ziemlich zügig meine Regenkleidung an. Passenderweise setzte nämlich genau dann der angekündigte Regen an. Doch so was stört die Wanderfrau(ke) ja nicht sonderlich, denn so kann sie direkt den Regenüberzug des Wanderwagens und den neuen Poncho testen. Nun gut, trockenes Wetter wäre schöner gewesen, aber einfach kann ja jede*r!

[Erinnert ihr euch noch an meinen Wanderwagen? Bisher war er erst einmal für eine Übernachtung mit mir im Wald. Ich habe ihn mir extra gekauft, um mit Mina gemeinsam Mehrtagestouren zu wandern. Mit Hund braucht man ja doch etwas mehr Gepäck und das wäre mir in einem normalen Wanderrucksack leider zu schwer. Auf dem Wanderwagen ist die Gewichtsverteilung anders: Die Hauptlast ruht auf der Achse. Ich befestige den Wanderwagen mit einem Hüftgurt an mir und ziehe den Wagen so hinter mir her. Das geht freihändig, aber bergauf und -runter ist es einfacher, die Hände zu Hilfe zu nehmen.]

Der Regen hörte alsbald wieder auf und ich ging zügigen Schrittes in Richtung meines ausgeguckten Zeltplatzes. „Zügig“ ist hierbei vielleicht etwas übertrieben, weil das ungewohnte Gewicht des Wanderwagens ja am Hüftgurt an mir dran hing. Geradeaus: kein Ding! Aber jeder kleine Anstieg oder auch Abstieg: puh, da merkte ich die Beladung.

Ich hatte keinen allzu großen Plan, wie weit ich an dem Wochenende überhaupt komme. Eigentlich hatte ich die Wanderung auf dem Lahnwanderweg schon vor drei Wochen machen wollen. Aber da bekam Mina Knieprobleme und die Tierärztin empfahl 2 Wochen Schonung plus Schmerzmittel/entzündungshemmendes Medikament plus Nahrungsergänzungsmittel fürs Gelenk. Deshalb war ich mir auch nicht sicher, wie viel Mina schaffen würde.

Für den Abend hatte ich mir einen Zeltplatz in der Nähe vom Feudinger Bahnhof im Internet gesucht. Dort war er als „Jugendzeltplatz“ betitelt. Leider fand ich keinen Ansprechpartner o.ä. Auf gut Glück maschierte ich also dorthin. Auf dem Weg stand ein Reh und blickte mich an. Genau daneben war die Wiese. Dort war niemand. Es gab nur eine Feuerstelle und zwei Rahmen von Fußballtoren. Außerdem halt eine Wiese, umsäumt von Bäumen und die „Ilse“ floß vorbei. Etwas unsicher, ob ich dort wirklich zelten dürfte, setzte ich mich erst einmal auf die Bänke neben der Feuerstelle. Ein kritischer Blick zum Himmel und in meine Wetter-App sagten mir voraus, dass es in 4 Minuten anfangen würde zu regnen. Mh, immerhin war im Radio ein Gewitter mit möglichem Sturm vorhergesagt worden. Aber durfte ich hier zelten? Ups, das ganze überlegen hatte mich bereits 2 Minuten gekostet. Also laut App noch 2 Minuten bis zum Regen. Aber wie genau sind schon Apps? Tja, was soll ich sagen? Die App war auf die Minute pünktlich. Ich baute also im strömenden Regen mein Zelt auf.

Da ich das Zelt erst vor kurzem gekauft hatte, fehlte mir noch etwas die Aufbauerfahrung. Klar, einmal probeweise aufgebaut hatte ich es. Aber im strömenden Regen zählt jeder Handgriff. Das Ende vom Lied war, dass ich ordentlich nass wurde. Mina und ich krabbelten ziemlich triefend ins Zelt. In dem Moment sah ich zwei Schlaufen an der Zeltdecke. Aus einer der Taschen zog ich eine Schnur (man sollte immer eine Schnur dabei haben) und befestigte sie als Wäscheleine. Nun konnte mein durchnässtes Tshirt dort schön vor sich hin hängen!

Chaotisches Zelt von innen. Quer in der Mitte ist eine Schnur auf der ein Tshirt hängt.

Der starke Regen hatte ein gutes: meine Sorge, dass ich dort mein Zelt nicht aufbauen dürfte, erübrigte sich, weil eh niemand einen Fuß vor die Tür setzte und dementsprechend niemand vorbei kommen konnte, der mir das hätte sagen können. Nachts zog noch ein Gewitter über uns hinweg. Der Sturm blieb zum Glück aus.

Am Morgen hatte der Regen aufgehört, aber draußen war alles nass. So öffnete ich nur meine Zelttür und kochte meinen Kaffee vom Zeltinnenraum aus. Das Wasser für meinen Haferflockenbrei mit Äpfeln machte ich genauso heiß. Im Schneidersitz im Zelt sitzend, mit Blick ins Grüne frühstücken: was gibts schöneres? !

Blick aus dem Zelt raus ins Grüne. Vor dem Zelteingang steht ein Espressokocher auf einem Gaskocher und ein paar andere Frühstücksuntensilien. Im Zelt hält eine Hand eine Kaffeetasse.

Die „Ilse“, die ja an der Wiese vorbei floß, nutzte ich direkt auch als Waschgelegenheit (natürlich ohne Seife, der Umwelt zu liebe!). Das war richtig schönes Urlaubsfeeling!

Das Zeltabbauen klappte schon schneller als das -aufbauen am Abend zuvor. Und so zogen Mina, mein Wanderwagen und ich schon bald los um den Einstieg zur 2. Etappe vom Lahnwanderweg zu suchen.

Grüne Wiese, im Hintergrund Tannen. Eine Frau zieht ihren Wanderwagen von links nach rechts.
Lahnwanderweg - ein Hinweisschild an einem Baumstamm

Der Lahnwanderweg war überwiegend geschottert. Normlerweise bevorzuge ich schmalere, spannendere Wege. Aber mit dem Wanderwagen hinter mir war das perfekt. Klar, es gab auch einige unwegsamere Stellen, aber eigentlich kam ich überall gut zurecht.

ein geschotterter Wanderweg

Bergauf war ich immer ordentlich am schnaufen und schwitzen. Selbst ohne Wanderwagen setzen mir Steigungen ziemlich zu. Doch mit dem Gewicht an mir dran, musste ich häufiger mal Pause machen… Zum Glück gab es viele reife Himbeeren und Brombeeren am Wegesrand!

ein Zweig wilder HImbeeren in der Sonne
Ein blonder Hund steht auf einem geschotterten Weg. Im Hintergrund sind Pfützen erkennbar. Rechts ist ein Stapel mit gefällten Baumstämmen.

Die erste Pause machte ich schon nach kurzer, steiler Strecke. An der Stelle schien gerade schön die Sonne und der Wind wehte. Also holte ich meine nassen Sachen raus und hängte sie an den Wanderwagen zum trocknen. Während der Wind seine Arbeit tat, aß ich eine ordentliche Portion 2. Frühstück. Vom Wandern bekomme ich immer extra viel Hunger…

Eine Pausenbank auf einem Stückchen Wiesen neben einem Wanderweg. Daneben steht ein vollbehangener Wanderwagen.
Wilde Himbeeren, blaue Blumen und Grünzeug

Auf dem Lahnwanderweg haben mich die häufigen Unterstände überrascht. Auf anderen Wanderwegen waren mir bisher noch nicht so viele aufgefallen. Und alle, die ich gesehen habe, gut in Schuss!

2 Schutzhütten m Wanderweg. Ein blonder Hund steht davor.
Eine grüne Kuhweide mit braunen und weißen Kühen. Im Hintergrund ein bewaldeter Berg.

Zu dieser idylischen Weide gehört noch eine zweite, ein Stück die Straße entlang. Dort war etwas Unruhe: die ältere Bäuerin und der jüngere Bauer führten gerade den mächtigen Bullen von der Koppel. Er kam in eine Art großem Käfig auf Rollen, der von dem Traktor gezogen wurde. Unten war der Käfig offen, sodass der Bulle zu Fuß die Weide wechseln konnte. Die Bäuerin erzählte mir, dass sie gerade eine Mutter mit ihrem Kalb auf die Weide gebracht hatte und deshalb den Bullen auf die andere Weide bringen. Vor ein paar Wochen war ein Pilger vorbeigekommen. Er war ziemlich unterzuckert. Doch sie hatten nichts zu Essen für ihn dabei. Es war auch schon spät und er suchte eine Schutzhütte in der Nähe. Doch die nächste war ein paar Kilometer weiter. So überlegten sie und schickten den Pilger letztendlich zu einem befreundeten Bauern nur die Straße runter. Dort bekam er eine Mahlzeit und ein Zelt, um im Garten zu übernachten. Ich mag solche Geschichten am Wegesrand und es sollte nicht die letzte bleiben. Mit dem Wanderwagen hinter mir kam ich immer schnell mit den Menschen ins Gespräch!

Ein Holzgartenzaun behangen mit Dekozeug(Gießkanne etc)

Hier kam mir eine ältere, weißhaarige, sehr gepflegte Dame entgegen. Rein äußerlich hätte ich sie der Kategorie „Golf-Ressort-Urlauberin“ zugeordnet. Oder Kreuzfahrtschiff. Immer diese äußerlichen Vorurteile… Sie sprach mich an, weil sie auch gerne alleine verreist. Ihre letzte Wanderung war 1.000 km lang und sie plant bereits die nächste Tour. Zum Abschluss wünschte sie mir noch ein gutes Leben!

Lahnwanderweg, der auf einen bewaldeten Hügel zuführt

Kurz danach ging es ziemlich steil und uneben bergauf. Mina war ein paar Meter vor mir und kam somit eher oben an als ich. Mit knallrotem Kopf, völlig außer Puste und ziemlich stark schwitzend zog ich den Wanderwagen hinter mir den Weg hoch. Oben angelangt bemerkte ich, dass es ein kleiner Parkplatz war. Mina hatte bereits mit einer Frau und ihrer erwachsenen Tochter Bekanntschaft gemacht. Die Frau erzählte mir, dass sie gerade oben vom Friedwald kämen. Ein Urnengrab mitten im Wald. Es ist so schön ruhig und friedlich da. Ihr Mann liegt dort. Er hatte es sich so sehr gewünscht. Die restliche Familie war dagegen gewesen, weil sie auch ein Stück weiter weg wohnen. Doch sie hat sich durchgesetzt, schließlich war es sein letzter Wille! Nun spielt sie mit dem Gedanken, sich dort auch einen Platz reservieren zu lassen. Um uns herum waren die Nadelbäume sehr kahl. Hierzu erzählte sie mir von dem immer mehr werdenden Borkenkäfer. Auch der letzte Sturm hat dem Wald ganz schön zugesetzt!

Steinige Felswand. Davor eine alte Straßenlaterne ud ein großer hirsch aus Stein.

Als ich am Schloss Wittgenstein vorbei kam, stand dort ein Schild: „Café geöffnet“! Ja hallo, nichts wie hin! Die Außenbestuhlung war zum Glück draußen und so stellte ich meinen Wanderwagen neben einen Tisch. Es war nur ein anderer Tisch mit einem Ehepaar besetzt. Wir kamen zimlich zügig ins Gespräch und so setzte ich mich schließlich zu ihnen dazu. Während ich ein ordentliches Stück „Schwimmbadtorte“ (Stachelbeer-Baiser) aß und einen großen Pott Kaffee tank, plauderten wir über Gott und die Welt und den Klimawandel. Außerdem erzählten sie mir vom Grenzgang, der am kommenden Wochenende stattfindet. Natürlich hatte ich noch nie davon gehört und war nun ziemlich froh, dass ich dieses und nicht nächstes Wochenende hier war! Alle zwei Jahre findet der Grenzgang statt und jedes Mal steht der ganze Umkreis Kopf. Unzählige Touristen, aber auch die Einheimischen feiern dieses Event. Hui, das wäre ja was für mich gewesen…

Da bin ich lieber in aller Seelenruhe in die wirklich hübsche Altstadt von Bad Laasphe weitergegangen. Dort gibt es z. B. diesen „Fluszgang 2012“: 279 diese Lachssteine sind hier verlegt worden. Zum Stichtag 31.12.2011 lebten 279 Kinder zwischen 0 und 6 Jahren in der Stadt Bad Lasphe und so entstand dieses Kunstwerk!

Fußgängerzone aus der Nähe fotografiert. Ein Stein des Belages ist mit einem Fisch verziert

Nach etlichen Kilometern auf dem Lahnwanderweg überquerte ich nun endlich einmal die Lahn! Das kenne ich schon von früher von den Flussradwegen, dass sie selten penetrant am im Namen erwähnten Fluss entlang führen und man meist nur selten das Wasser sieht. (Ich bin damals sogar mal ein Stück vom Lahnradweg gefahren, der natürlich eine andere Wegeführung hat, als der Lahnwanderweg.)

Umso schöner, nun endlich einmal die Lahn zu erblicken!

Die Lahn von einer Brücke aus. Im Vordergrund ist das alte Brückengeländer erkennbar.

Auf einer Bank oberhalt der Stadt Bad Laasphe machte ich eine meiner vielen Pausen. Der Wanderwagen fährt sich sehr gut und leicht. Ohne ihn hätte ich das ganze Gepäck gar nicht befördert bekommen. Doch das ungewohnte Gewicht führten natürlich zu noch mehr Hunger, als ich sonst eh schon auf Wanderungen habe. Doch wer wandert, der muss auch Pause machen und erst recht gut essen!

Aussicht vom Lahnwanderweg auf die Stadt Bad Laasphe, im Hintergund dunkle Wolken

Die nächste Übernachtungsmöglichkeit habe ich über die Plattform „1 nite tent“ gefunden. Das funktioniert dort ählich wie das bekanntere Couchsurfing, nur dass man hier nicht auf der Couch von jemandem übernachtet, sondern sein Zelt in dessen Garten aufschlagen darf. Ziemlich geniales Konzept, wie ich finde!

eine Heuschrecke auf einem Zelt

Bei strahlendem Sonnenschein ging es am nächsten Tag weiter! Heute wartete ein Stück von der 3. Etappe des Lahnwanderweges auf uns. Eigentlich war der Lahnwanderweg echt gut beschildert, aber entweder fehlten doch ein oder zwei Schilder oder ich war unaufmerksam. Mina, der Wanderwagen und ich legten auf jeden Fall ein paar Kilometer extra zurück um jedes Mal zurück auf den ausgeschilderten Weg zu kommen.

Blick ins Lahntal. Rechts st der Wanderweg, daneben eine Wiese. Im HIntergrund Berge bzw. Hügel

Am Perfstausee machte ich gar keine Pause, weil fast alle Bänke besetzt und auch viele Fußgänger unterwegs waren. Generell begegneten mir morgens etliche Menschen, doch ich war mehr in mich gekehrt und es kamen keine Gespräche wie am Vortrag zu stande. Ich war direkt froh, als ich endlich wieder im Wald war und dort vorerst keiner Menschenseele über den Weg lief.

Blick vom Lahnwanderweg auf den Perfstaussee. Blauer Himmel mit Wattewolken
Fernblick über Bäume hinweg

Ich genoss die Ruhe und Abgeschiedenheit. Einige Stunden war ich ganz bei mir und meinen Gedanken.

Eine Frau zieht ihren Wanderwagen über einen Wanderweg. Dabei schaut sie auf den blonden Hnd neben sich.

Mina und ihr Knie hielten tapfer durch! Als sie müde wurde, machten wir eine ausgedehnte Pause mit Picknickdecke, sodass sie schlafen konnte.

Für den Abend hatte ich mir die Option offen gelassen, ob ich zu einem Bahnhof laufe, mit dem Zug zurück zum Auto und dann heimwärts fahre oder ob ich mir noch einen Schlafplatz suche und erst am nächsten Morgen nach dem Frühstück den nächsten Bahnhof ansteuere.

Entgegen der Wettervorhersage vom Morgen setzte am frühen Abend Regen ein. (Tagsüber konnte ich nicht nachschauen, weil mein Handyempfang so schlecht war.) Meine Regensachen waren natürlich ganz unten in der letzten Ecke des Wanderwagens verstaut (Anfängerfehler). Ein Schlafplatz war nicht in Aussicht. Während ich also mit leicht nasser Kleidung unter meinen Regensachen in Richtung Biedenkopf wanderte, entschied ich mich dazu, in Biedenkopf die Entscheidung zu fällen, was ich machen würde. Immerhin war da der nächste Bahnhof.

Auf dem Weg dahin kam ich noch an einem Lehrpfad vorbei. Er war von Schülern zu den 3 Weltreligionen Christentum, Judentum, Islam angelegt worden. An verschiedenen Stationen konnte man Fragen beantworten und sich zu einzelnen Lebensthemen informieren. Es war wirklich sehr schön gestaltet, aber wegen des Regens habe ich keine Fotos davon gemacht.

Bis Mina und ich in Biedenkopf ankamen, war der Regen immer noch aktuell. Mina wurde müde und ehrlicherweise ich auch. Wie viele Kilometer wir genau gelaufen sind, kann ich euch gar nicht sagen. Ich hatte eigentlich extra einen Fahrradtacho am Wanderwagen montiert. Aber scheinbar war der Abstand zwischen Tasche und Gestänge zu gering, sodass es zu einem Kabelbruch kam (so meine Vermutung). Bei 24,76 Gesamt-Kilometern hatte der Tacho auf jeden Fall aufgehört mitzuzählen.

Letztendlich entschied ich mich nun für die Option mit dem Bahnhof am Sonntagabend. In der kleinen Bahnhofshalle kaufe ich zwei Tickets (Hunde kosten extra).

Spiegelung in einem runden Spiegel in einer Bahnhofsvorhalle.

Weil der Zug aber noch über 1 Stunde dauerte, schlenderten wir mitsamt voller Regenmontur durch Biedenkopf. Bereits jetzt stieß ich überall auf den Grenzgang. Viele Geschäfte kündigten durch Aushänge an, dass sie geschlossen haben werden. In anderen kann man diverse (teilweise wirklich schöne) Fanartikel kaufen oder personalisieren lassen.

Zurück am Bahnhof breitete ich mich unter einem überdachten Wartehäuschen aus. Für Mina gab es Abendessen und für mich einen frischgekochten Kaffee. Ja, was soll ich sagen: kaum hatte ich den Kaffee in der Hand, hörte der Regen auf und die Sonne kam raus.

Blick über einen Bahnsteig

Das Zugfahren mit dem Wanderwagen klappte auch problemlos. Der Bahnhof in Biedenkopf ist ebenerdig. Leider ist der Zug etwa 10 cm zu hoch, sodass es eine Stufe zu überwinden gibt. Doch umgedreht ließ sich der Wanderwagen rückwärts einfach ziehen.

Im Zugabteil. Der Wandewagen steht aufrecht.

Von Feudingen aus ging es dann mit dem Auto zurück Richtung Heimat. Unterwegs hielt ich an einem Imbiss für eine Portion Pommes. Während ich auf der kargen Außenbestuhlung mit Blickrichtung einer Tanke saßund mich wie sau über meine Pommes (oder auch: „Pommes sind frittierte Sonnenstrahlen!“) freute, erschien über mit ein doppelter Regenbogen!

Doppelter Regenbogen auf dunklem Himmel

Einen schöneren Ausklang meines ersten Wanderwochenendes mit Wanderwagen hätte ich mir nicht wünschen können!

Heute habe ich bereits alles ausgepackt, gewaschen oder zum trocknen aufgehängt. Außerdem waren mir ein paar Kleingkeiten an meiner Ausrüstung aufgefallen, die ich noch verbessern möchte.

Ihr seht, es geht spannend weiter! 🙂

(Meinen Wanderwagen habe ich übrigens hier gekauft (Ja, selbstgekauft!). Zuvor habe ich verschiedene Modell im Internet verglichen. Aber dieses erschien mir am passensten für meine Wünsche und Vorstellungen. Es ist nicht preiswert, aber die Verarbeitung und die einzelnen Möglichkeiten scheinen den Preis zu rechtfertigen.)

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