Heute spreche ich auf health tv in der Sendung B.wegt über meine Depression

(Evtl. Werbung) Vor kurzem war ich in Wiesbaden und habe mit der Moderatorin Sabrina Staubitz über meine Depression gesprochen. Für die Sendung B.wegt auf health tv haben wir ein Interview aufgezeichnet und dabei sehr nett und offen geplaudert. Die herzliche Art der Moderatorin hat mich bereits in der Maske angesteckt und so fiel mir das Interview vor der Kamera sehr leicht.

die Fotorechte liegen bei health tv / vielen Dank, dass ich das Foto hier verwenden darf

Die Sendung wird heute um 14 Uhr im Fernsehen und im Livestream zu sehen sein. Die Aufzeichnung könnt ihr hier online anschauen!

die Fotorechte liegen bei health tv / vielen Dank, dass ich das Foto hier verwenden darf

Ich bin schon ziemlich stolz, dass ich in der letzten Zeit häufiger mal zu diversen Fernsehaufzeichnungen, Radiointerviews oder auch Fotoshootings und Interviews für die Printmedien eingeladen wurde. So kann ich durch meine eigenen Erfahrungen einen kleinen Beitrag beisteuern, dass das bisher immer noch tabuisierte Thema „Depression“ bzw. generell „psychische Erkrankungen“ mehr ins normale Alltagsgeschehen rückt und Menschen weniger stigmatisiert werden. Wir sind alles Menschen, egal mit welcher Krankheit, Geschlecht, Behinderung, Hautfarbe, Einkommen, Bildung, Beruf, etc. Lasst uns einfach alle ein bißchen sehr viel mehr offener und toleranter werden, wesentlich weniger Vorurteile und Hass in die Welt schicken und uns das Leben so etwas viel mehr versüßen!

[Hinweis: Für die Aufzeichnung habe ich eine kleine Aufwandsentschädigung sowie die Bahntickets bezahlt bekommen. Zudem habe ich die Fotos kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen. Auf meine Nachfrage hin bekam ich das OK für diesen Blogbeitrag und die Verwendung der Bilder. Dieser Blogbeitrag ist komplett auf meinem eigenen Mist gewachsen und ist nicht vergütet.]

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Frauke, dass bei dir im der Kindheit so vieles suboptimal verlaufen ist, hat dich gebrochen. Deine gestohlene Kindheit habe ich ebenfalls durchlaufen. Was ich als sehr anstrengend empfunden habe war, dass die Welt um dich herum sich weiterdreht, ohne viel Mitleid, dafür mit viel Schnörkel. Warum? Weil die meisten Menschen keine Empathie zeigen können, sie haben es schliesslich nicht erlebt. Als ich auf einen Text von Kierkegaard gestossen bin, konnte ich mich damit identifizieren: Zuerst muss man etwas an einer Person brechen, bevor er eine eigentliche Chance hat sich wirklich zu finden… es ist also eine Chance, die nicht viele Menschen gegeben wird… (ich sehe es nicht immer so optimistisch, hehe) Jedes Mal, wenn es mir schlecht ging, konnte ich durch Rückzug und Selbstreflexion vieles wieder neu ordnen und mir selber Hoffnung geben… Es ist eine Chance die Welt durch emphatische, aufgeschlossene, aufgeklärte Augen wie deine zu sehen. In unserer Welt werden Weisheit viel zu oft vergessen.

    • Danke für deine lieben Worte! Es freut mich, dass du deine Situation auch als Chance ansehen kannst/konntest und aus jedem Tief etwas positives durch Selbstreflexion gewinnen kannst! Das Wort „brechen“ finde ich persönlich sehr hart, aber ich glaube zu wissen, was du damit meinst. Manchmal muss man erst ganz unten sein, um sich wirklich auf sich selbst zu konzentrieren und für sich selbst einzustehen, egal was außenstehende Personen sagen oder das Umfeld meint besser zu wissen. Mir geht es da wie dir: durch die Arbeit an mir selbst habe ich einiges gewonnen, auch wenn die Ausgangslage nicht optimal war und ich sie natürlich nicht nochmal erleben möchte.
      Liebe Grüße, Frauke

  2. Liebe Frauke,
    das ist ein richtig toller Beitrag und ich finde es immer wieder so mutig und klasse, dass du dir sowas zutraust. Ich war überrascht, wie lange er doch geworden ist. Das hast du echt gut gemacht! Hast du eigentlich keine Angst vor negativen Konsequenzen? Ich mache mir da sehr viele Gedanken bei Anfragen.

    Viele Grüße von Annie

    • Liebe Annie,

      vielen lieben Dank für deine Worte und deine Komplimente! Ich merke, dass ich immer sicherer werde von Interview zu Interview und die Anspannung jedes Mal ein klein wenig abnimmt.

      Als ich anfing hier auf meinem Blog über meine Depressionen zu schreiben, da habe ich mir natürlich Gedanken vor den möglichen Folgen gemacht. Auch heute überlege ich genau, worüber ich schreibe bzw. spreche und worüber nicht, weil es zu privat ist. Bisher habe ich erst eine negative Reaktion erlebt und die ist schon eine ganze zeitlang her. Ebenso war sie zwar aus meinem direkten Umfeld, aber von einer unreflektierten Person, wo ich weiß, dass ihre Reaktion auf ihre eigene Geschichte zurück zu führen ist. Und: mittlerweile ist mir nicht klar, welche negativen Konsequenzen sich für mich hieraus ergeben sollten. Ich bin ein sehr authentischer Mensch und die letzten Jahre habe ich viel getan und gekämpft und erreicht, damit es mir heute wieder echt gut geht. Wer diesen steinigen und manchmal sehr mühseligen Weg übersieht und mich lediglich auf die Krankheit Depression reduziert und dies als Schwäche o. ä. auslegt, der kann mir eh gestohlen bleiben.

      Liebe Grüße, Frauke

  3. Ein tolles Interview, das wirklich sehr zutreffend ist. Respekt vor allem, dass du es geschafft hast, nachdem dich der Hausarzt so stehen gelassen hat, alle weiteren Schritte zu gehen…ich finde es so schade, dass manche Ärzte einen mit dem Rezept alleine lassen (meiner leider auch) und frage mich echt, wie sie es sich dann vorstellen, wie das funktionieren soll…umso schöner zu lesen bzw. zu hören, dass es dann doch machbar ist.
    Vielen lieben Dank für deinen tollen Blog! Lily

    • Liebe Lily,
      vielen Dank für deine lieben Worte! Dankeschön!
      Schade, dass dein Hausarzt dabei auch nicht besser war… Eigentlich unverständlich, wie ausgerechnet Ärzte bzw. generell ausgebildetes Fachpersonal manchmal so fahrlässig handeln kann…
      Toll, dass du es scheinbar auch ohne weitere Hilfe deines Hausarztes geschafft hast!
      Liebe Grüße, Frauke

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