Weihnachten im November – für uns seit 2 Jahren ganz normal

Weihnachten fahren meine zwei Schwestern und ich zu unserer Familie nach Bayern. Unsere Oma sehen wir nur einmal im Jahr und so ist die Wiedersehensfreude jedes Mal sehr groß! (Auf unsere Mutter freuen wir uns natürlich auch, aber die sehen wir zwei oder drei Mal mehr übers Jahr verteilt.) Nun haben wir seit letztem Jahr etwas geändert: wir feiern Weihnachten im November vor!

Unsere jeweiligen Lebenspartner haben uns Schwestern gefragt, ob wir an Weihnachten nicht auch mal mit ihnen und ihren Familien feiern könnten. Das ist bei 10 Stunden Fahrtzeit pro Strecke natürlich nicht ganz so einfach zu realisieren, wenn wir am 24. Dezember in Bayern sitzen. Deshalb haben wir im letzten Jahr eine etwas ungewöhnliche Variante von „Weihnachten“ ausprobiert.

Letztes Jahr hatten wir ja den zusätzlichen Feiertag (den Reformationstag) neben Allerheiligen. Also zwei Feiertage in einer November-Woche. Und so haben wir es einfach mal ausprobiert, ob es für uns klappen könnte, im gewohnten Familienkreis Weihnachten im November vorzufeiern und dann das „richtige“ Weihnachten mit den Familien unserer Lebenspartner zu feiern. Wir haben das Haus unserer Oma weihnachtlich geschmückt, haben am „Heiligabend“ unsere Weihnachtspullis angezogen, einen Weihnachtstrauß aus Tannenzweigen aus dem Garten aufgestellt und mit dem Christbaumschmuck unserer Oma und Uroma geschmückt und haben das für uns typische Raclette zelebriert. Im Anschluss läutete das kleine Glöckchen vom Christkind und wir gingen mit staunenden Kinderaugen zum erleuchteten Weihnachtsstrauß, ließen die alten Weihnachtsschallplatten laufen und packten nacheinander die Geschenke aus. (Wir schenken uns gegenseitig immer einige Kleinigkeiten und packen diese nacheinander in aller Ruhe aus.)

Ihr habt es wahrscheinlich schon herausgelesen: wir hatten richtig prächtige Weihnachtsstimmung, obwohl es laut Kalender ja gerade erst Anfang November war! Wieder Zuhause zog sich die Weihnachtsstimmung bis Weihnachten hin und am 24. Dezember feierten wir mit den Familien unserer Lebenspartner einfach nochmal Weihnachten. Das Experiment hat für uns super funktioniert!

Meine Oma hat sich Buchteln gewünscht, die sie mittlerweile nicht mehr selbst machen kann.

Deshalb haben wir das nun zu unserer neuen Tradition auserkoren! Anfang November waren wir drei Schwestern wieder in Bayern und haben mit unserer Mutter und unserer Oma Weihnachten gefeiert. Herrlich, sag ich euch! Die Geschenke habe ich bereits im September und Oktober völlig entspannt gekauft, die Autobahnen auf der Hin- und Rückfahrt waren relativ frei und der fürs Raclette notwendige Lebensmitteleinkauf verlief völlig unstressig. Einfach aus dem Grund, weil ja noch niemand außer uns Weihnachten gefeiert hat! Das rund um den 24. Dezember allgegenwärtige Stressige und Übervolle auf den Straßen und in den Geschäften fällt Anfang November einfach mal völlig flach. Ein Traum für jemanden wie mich, die diese zwanghafte Stressigkeit der Leute in der Weihnachtszeit eh nicht versteht.

Wenn ihr nun neugierig geworden seid, wie sich ein Weihnachten Anfang November anhört, dann könnt ihr euch das anhören 🙂 Dieses Jahr hat uns an „Heiligabend“ nämlich der Reporter Tobias Krone des Radiosenders „Deutschlandfunk Nova“ besucht und uns eine zeitlang beim Weihnachten feiern begleitet. Den echt tollen Radiobeitrag findet ihr hier!

Etwas anders zusammengeschnitten könnt ihr uns hier auf BR2 im Zündfunk ab etwa 4:30 min hören.

Mittlerweile sind wir Schwestern wieder zurück im Ruhrpott und freuen uns auf den 24. Dezember um einfach nochmal Weihnachten zu feiern!

Diese Variante mit dem vorgezogenen Weihnachten Anfang November funktioniert für uns so prima, dass wir bereits einen Termin für 2019 abgesprochen haben 🙂

 

[Zur Info: Wir haben für den Radiobeitrag keinerlei Vergütung o. ä. erhalten. Dieser Blogpost ist auch komplett freiwillig von mir. Solche Beiträge mache ich immer noch nur aus Spaß an der Freude mit. Sollte mich aber mal jemand für meine Arbeit und meine investierte Zeit entlohnen wollen: ich würde nicht nein sagen 🙂 ]

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo! 😊
    Das ist eine supertolle Idee. Keine der Familien kommt zu kurz, da ihr 2 mal Weihnachten zelebriert. Damit ihr könnt euer Weihnachten richtig genießen. Ich find eure Idee mega! 😍
    Liebe Grüße,
    Kris

    • Hallo Kris,
      genau, niemand kommt zu kurz und wir können Weihnachten sogar zweimal feiern 🙂
      Liebe Grüße,
      Frauke

  2. Ich finde das auch eine super Idee. So kommt niemand zu kurz. Und Weihnachten soll ja (wenns für alle stimmt) nicht vom Datum abhängig sein. Mir geht es genauso wie euch um das Zusammensein und das Gefühl. So wird bei uns ja auch meistens Weihnachten nachgefeiert. Obwohl, dieses Jahr schaffen wir es vielleicht „pünktlich“ zu feiern 😉 Auch den Radiobeitrag finde ich super! Schön, konnte das organisiert werden und seit ihr so offen dafür!
    Liebe Grüsse Chantal

    • Liebe Chantal,
      ja, für uns passt es ganz genau so! 🙂 Die gemeinsame Zeit und das Gefühl dabei stehen für uns im Vordergrund und nicht ein festgelegtes Datum.
      Oh, wie spannend, dass ihr vielleicht pünktlich Weihnachten feiern könnt dieses Jahr!
      Liebe Grüße, Frauke

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.