Ich habe mir die Sonne eingefangen und dafür Löwenzahnblüten zu Honig verarbeitet

Vorletztes Wochenende schien so grandios die Sommer-Frühlings-Sonne vom strahlend blauen Himmel, dass mein Herz vor Freude strahlte und ich barfuss über die Wiese hopste. Um mich herum sproßen die bunten Blumen um die Wette und die Vögel trillierten vor sich hin! Echt ein Traumwetter für Ende April! Während ich schon fast mit dem ersten Sonnenbrand rechnete, bewunderte ich die gelben Löwenzahnblüten mich herum. Und dabei fiel mir ein, dass ich vor fast genau einem Jahr bei meinem Besuch bei der lieben Chantal in der Schweiz so leckeren, selbstgemachten Löwenzahnhonig zum Frühstück gegessen habe!

Löwenzahnhonig selber machen Rezept Löwenzahnblüten vegan Frühstück

Ja, und Frauke wäre nicht Frauke, wenn sie nicht direkt Rezepte googelt, losstürmt um Zucker zu kaufen und dann eifrig alle in Reichweite befindlichen Löwenzahnblüten abpflücken würde. Während ich mich spontan als sonnengeküsstes Blumenkind fühlte, malte ich mir den goldigen Honig aus, der mich im Anschluss an das besagte gigantische Wochenendwetter über die angekündigten Regentagen und den damit verbundenen grauen Himmel hinweg trösten sollte.

Löwenzahnhonig selber machen Rezept Löwenzahnblüten vegan Frühstück

Ich sah mich schon lächelnd am Frühstückstisch sitzen und die Sonne auf mein getoastes Brot schmieren, während neben mir der frischaufgebrühte Kaffee duftet.

Löwenzahnhonig selber machen Rezept Löwenzahnblüten vegan Frühstück

Um das Happy-End bereits vorweg zu nehmen: goldgelb ist der Honig nicht geworden. Zwischendurch scheint mir die Masse auf dem Herd zu heiß geworden zu sein, sodass sie etwas karamellisierte. Deshalb ist der Löwenzahnhonig nun eher etwas dunkler in der Farbe und eher etwas karamellig im Geschmack. Aber nichtsdestotrotz: LECKER! 🙂 Für mein erstes Mal Löwenzahnhonig selber machen bin ich also schon ziemlich zufrieden und Spaß gemacht hat es auch noch!

Löwenzahnhonig selber machen Rezept Löwenzahnblüten vegan Frühstück

Die Rezepte im Internet sind denkbar einfach und unterscheiden sich zu großen Teilen nur in Nuancen. Ich habe mich für folgendes Mischrezept aus verschiedenen anderen Rezepten entschieden:

  • Löwenzahnblüten pflücken (etwa 3 Hand voll)
  • Das Grüne oben rum abzupfen (der Honig soll sonst bitter werden, aber hier scheiden sich die Rezeptgeister)
  • Die Blüten in einen Topf mit 1 Liter Wasser geben.
  • Das Ganze etwa 2 Stunden ziehen lassen.
  • Dann einmal kurz aufkochen.
  • Über Nacht weiter durchziehen lassen.
  • Dann durch ein sehr engmaschiges Sieb kippen oder durch ein Baumwolltuch drücken.
  • 1 Kilo Zucker und 1 Bio-Zitrone (Saft plus abgeriebene Schale) zu der Flüssigkeit geben.
  • Alles gut durchrühren und unter Rühren aufkochen lassen.
  • Nach dem Aufkochen leise vor sich hin köcheln lassen, bis die Masse eindickt.
  • Das kann durchaus länger dauern. Bei mir dauerte es etwa 1,5 Stunden bis die Konsistenz von flüssigem „normalem“ Honig erreicht war. Zwischendurch einfach mal etwas Löwenzahnhonig auf einem Löffel abkühlen lassen um zu sehen, ob die Masse bereits dickflüssiger wird.
  • Nun leere, saubere Gläser mit heißem Wasser ausspülen (damit die Gläser gleich nicht springen) und die Honigmasse noch heiß einfüllen.
  • Deckel direkt aufschrauben und fertig!

Löwenzahnhonig selber machen Rezept Löwenzahnblüten vegan Frühstück

Auch, wenn meine Honiggläser nicht die richtige Sonnenfarbe erreicht haben, mag ich meinen Löwenzahnhonig schon sehr gern und ich denke so ganz nebenbei noch an die schönen Tage letztes Jahr im Mai in der Schweiz!

Löwenzahnhonig selber machen Rezept Löwenzahnblüten vegan Frühstück

 

Und ganz zum Schluss noch eine Bitte an euch! Ich habe ja am Wochenende meinen Blog zu WordPress umgezogen. Wenn ihr meinen Blog irgendwo gespeichert oder in einem Feedreader abonniert habt, ändert bitte die Blogadresse! 

ALT:   fraeuleinswunderbarewelt.blogspot.de

NEU:  fraeuleinswunderbarewelt.de

Ich möchte ja nicht, dass ihr irgendwann den Weg zu mir und meiner „Fräuleins wunderbare Welt“ nicht mehr findet 😉

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

    • Liebe Maria,

      schön, dass dir das Rezept gefällt 🙂 Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Nachkochen! Und wenn du mehr Glück hast als ich, wird deine Masse vielleicht auch nicht zu heiß und bekommt dann eine etwas hellere Farbe 😉

      Vielen Dank für deine lieben Worte zu meinem Blog!

      Liebe Grüße ins ferne Tirol!

      Frauke

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